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Störungen verstehen

Heizkörper richtig entlüften

Ein Heizkörper lässt sich mit Entlüftungsschlüssel, Tuch und Auffanggefäß in wenigen Minuten entlüften. Das Ventil sitzt oben an der Seite, die Luft zischt heraus, bis Wasser nachkommt. Danach prüfen Sie den Druck am Manometer. Wo Ihre Grenzen liegen, bestimmt die Bedienungsanleitung der Anlage.

Hände entlüften einen Heizkörper mit dem Entlüftungsschlüssel – Heizkörper richtig entlüften

Woran Sie Luft im Heizkörper erkennen

Luft im Heizkörper zeigt sich meist an drei Dingen.

Es gluckert oder rauscht im Gerät, der obere Bereich bleibt kühl, während unten die Wärme ankommt, und der Thermostat dreht auf, ohne dass der Raum richtig warm wird. Fahren Sie mit der flachen Hand von unten nach oben über die Fläche. Ein deutlicher Sprung zur Kälte hin verrät die Luftblase, die das Wasser nicht durchlässt.

Das brauchen Sie und so gehen Sie vor

Bereithalten sollten Sie einen passenden Entlüftungsschlüssel aus dem Baumarkt, ein saugfähiges Tuch und ein kleines Gefäß.
Stellen Sie die Heizung auf Betrieb und lassen Sie die Heizkörper warm werden. Drehen Sie dann den Thermostat des betroffenen Heizkörpers ganz auf. Ob die Umwälzpumpe dabei laufen oder kurz ruhen soll, steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Anlage, denn die Vorgaben unterscheiden sich je nach Bauart.
Das Gefäß kommt direkt unter das Ventil.
Mit dem Schlüssel drehen Sie das Ventil nur eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn auf. Es zischt, sobald Luft entweicht. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, drehen Sie das Ventil wieder zu. Legen Sie bei Bedarf ein Handtuch unter, damit Boden und Wand sauber bleiben. Wischen Sie Tropfen sofort auf, weil das Heizungswasser meist schmutzig ist und Flecken hinterlassen kann. Gehen Sie nach demselben Muster von Heizkörper zu Heizkörper, am besten vom tiefsten Stockwerk nach oben.
Finger drückt eine Taste am Bedienfeld einer Gastherme – Das brauchen Sie und so gehen Sie vor

Nach dem Entlüften den Druck kontrollieren

Jede Portion Luft, die entweicht, nimmt auch etwas Wasser mit. Deshalb sinkt der Anlagendruck beim Entlüften leicht. Lesen Sie am Manometer ab, wie weit der Zeiger gefallen ist, und vergleichen Sie ihn mit der Marke an der Anlage. Wer den Heizungsdruck am Manometer ablesen kann, sieht auf einen Blick, wie weit der Zeiger gefallen ist.

Wenn das Entlüften nicht reicht

Bleibt ein Heizkörper trotz mehrfachem Entlüften kalt, liegt es oft an einem klemmenden Thermostatventil, an Schmutzablagerungen oder an einem Strang, der falsch eingestellt ist. Auch ein Ventil, das nicht mehr schließt oder ständig tropft, gehört in Fachhände. Ob ein klemmendes Thermostatventil dahintersteckt, zeigt sich daran, dass der Stift nicht mehr zurückfedert.

Alle Arbeiten an Brenner, Gasweg oder im Inneren der Therme sind tabu. Auch das Öffnen der Verkleidung ist keine Aufgabe für Laien. Läuft die Anlage gar nicht mehr an, melden Sie sich beim Heizungsnotdienst. Bleibt ein Heizkörper trotzdem kalt, stellt ein Fachbetrieb aus der Region die Ursache fest.

Das sollten Sie sich merken

  • Entlüften Sie nur mit dem passenden Schlüssel, stellen Sie ein Gefäß darunter, legen Sie einen Lappen dazu und öffnen Sie das Ventil höchstens eine Vierteldrehung.
  • Gluckern und ein kalter oberer Rand sind die Hinweise auf Luft im Heizkörper, ein ganz kalter Heizkörper hat oft eine andere Ursache.
  • Arbeiten Sie sich vom Keller bis ins oberste Geschoss vor und beginnen Sie mit dem Heizkörper, der am weitesten von der Anlage entfernt liegt.
  • Sehen Sie nach jedem Entlüften auf das Manometer und füllen Sie nur nach der Bedienungsanleitung nach.
  • Fällt der Druck wieder ab oder bleibt der Heizkörper kalt, gehört die Anlage in die Hände eines Fachbetriebs.

Kurz gefragt

  • Wie oft muss ein Heizkörper entlüftet werden?

    Das hängt von der Anlage ab. Gluckert ein Heizkörper oder bleibt sein oberer Rand kühl, ist das der Anlass. Manche Häuser brauchen es zu Beginn der Heizperiode, andere kaum. Regelmäßiges Entlüften ohne erkennbaren Grund ist nicht nötig und senkt nur unnötig den Anlagendruck.

  • Darf ich bei laufender Heizung entlüften?

    Das entscheidet die Bedienungsanleitung Ihrer Anlage. Bei vielen Systemen ist es üblich, die Pumpe vorher kurz auszuschalten, damit keine Luft neu angesaugt wird. Bei anderen darf sie laufen. Halten Sie den Schlüssel bereit, prüfen Sie die Angabe und gehen Sie langsam vor.

  • Woran liegt es, wenn am Ventil ausschließlich Wasser herauskommt?

    Dann ist der Heizkörper bereits entlüftet, und der Grund für die Kälte liegt woanders. Mögliche Gründe sind ein klemmendes Thermostatventil, zu niedriger Druck oder ein Strang, der nicht genug Wasser bekommt. Schließen Sie das Ventil wieder und prüfen Sie als Nächstes den Thermostatkopf.

Kalte Heizkörper? Rufen Sie an.

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