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Heizung ausgefallen: Was jetzt hilft

Kein Heizkörper wird warm, das Rauschen der Anlage fehlt, und die Räume kühlen langsam aus. Bleiben Sie ruhig, denn dahinter kann ein verstellter Regler oder ein ausgeschalteter Notschalter stecken. Prüfen Sie ein paar Punkte, notieren Sie die Anzeige am Gerät und rufen Sie an. Wir vermitteln den passenden Heizungsbetrieb.

Therme, Öl, Wärmepumpe, Heizkörper: anrufen.

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Bewohner fühlt am kalten Heizkörper, die Fachkraft prüft das Thermostatventil – Heizung ausgefallen: Was jetzt hilft

Woran Sie einen Heizungsausfall erkennen

  • Alle Heizkörper in der Wohnung bleiben auch nach längerem Warten kalt, obwohl der Regler auf Heizen steht und die Räume merklich auskühlen.
  • Am Kessel oder an der Therme leuchtet eine Störungsanzeige, oder das Display bleibt komplett dunkel, obwohl es sonst dauerhaft Werte zeigt.
  • Die Pumpe ist nicht mehr zu hören, und die Rohre im Heizungskeller fühlen sich kühl an, während sie sonst warm und leicht vibrierend sind.
  • Das Warmwasser funktioniert, aber die Heizung bleibt aus, oder umgekehrt: Das Wasser bleibt kalt und gleichzeitig verstummt auch die Heizung.
  • Das Manometer zeigt einen auffallend niedrigen Wert oder gar keinen Druck mehr an, und die Anlage schaltet sich nach dem Start wieder ab.

Diese Handgriffe sind vor dem Anruf erlaubt

  1. Raumthermostat und Uhr ansehen

    Prüfen Sie, ob der Regler auf Heizbetrieb steht, die Solltemperatur über der Raumtemperatur liegt und Uhrzeit sowie Zeitprogramm stimmen. Fällt der Strom kurz aus, kann die Uhrzeit am Regler zurückspringen.

  2. Heizungsnotschalter kontrollieren

    Der rote Schalter vor der Heizungskellertür oder neben dem Kessel schaltet die Anlage ab. Steht er auf Aus, kann ihn versehentlich jemand betätigt haben. Schalten Sie ihn dann einmal wieder ein.

  3. Druck am Manometer ablesen

    Schauen Sie auf den Zeiger und halten Sie ihn gegen die Markierung an der Anlage. Liegt der Zeiger im roten Bereich oder am unteren Anschlag, notieren Sie den Wert für den Fachbetrieb.

  4. Störungsanzeige festhalten

    Fotografieren Sie das Display samt Anzeige und Wortlaut. Eine Meldung, ein Blinkcode oder eine Zahl erleichtern dem Fachbetrieb die Einordnung erheblich, auch wenn Sie die Bedeutung nicht kennen.

  5. Höchstens einmal entstören

    Gibt es eine vorgesehene Entstörtaste, drücken Sie sie genau einmal. Springt die Anlage wieder an, beobachten Sie sie. Meldet sie erneut eine Störung, lassen Sie die Finger davon.

Warum eine Heizung plötzlich nicht mehr heizt

Hinter einem Ausfall steckt selten ein einzelner großer Defekt.
Manchmal ist die Regelung verstellt, die Stromversorgung unterbrochen oder der Wasserdruck so weit gefallen, dass die Anlage zum Schutz abschaltet. Andere Ursachen liegen im Brenner, in der Umwälzpumpe oder in einem Mischer, der in einer Stellung hängt.
Bei Gasthermen und Ölkesseln gibt es zudem Sicherheitseinrichtungen, die den Betrieb stoppen, wenn Zündung, Flamme oder Abgasweg nicht stimmen. Ein solches Abschalten ist gewollt und schützt Haus und Bewohner. Es zeigt aber nicht, welcher Teil betroffen ist, deshalb gehört die Diagnose in die Hände einer Fachkraft.
Auch Luft in den Leitungen oder ein verschmutzter Filter können den Umlauf behindern.
Manche Anlagen laufen dann zwar an, bringen aber keine Wärme in die Heizkörper. Notieren Sie, was zuletzt passiert ist: Gab es einen Stromausfall, wurde nachgefüllt, oder hat jemand an den Reglern gedreht?

Zeiger unter der Markierung, Brenner aus?01579 2842270

Die Wohnung warm halten, wenn die Heizung steht

Während die Anlage still liegt, schützen Sie die Wärme in der Wohnung am besten durch einfache Mittel. Ziehen Sie sich Pullover und Wollsocken an, nutzen Sie Decken und halten Sie die Türen zu den Räumen geschlossen. Nutzen Sie möglichst einen einzigen Raum zum Aufenthalt, denn kleine Volumen kühlen langsamer aus als eine ganze Etage.

Mieterin telefoniert in einer kalten Altbauwohnung neben dem Heizkörper – Die Wohnung warm halten, wenn die Heizung steht

Mietwohnung und Mehrfamilienhaus bei Heizungsausfall

  • Wer zur Miete wohnt, meldet den Heizungsausfall in der Mietwohnung dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Halten Sie fest, seit wann die Wohnung kalt bleibt, und sichern Sie Fotos von Regler, Manometer und Display. Im Mehrfamilienhaus hilft eine kurze Frage bei den Nachbarn: Sind andere Wohnungen betroffen, liegt die Ursache eher an der Zentralanlage im Keller.

  • Bei einer Gasetagenheizung trifft der Ausfall meist nur die eigene Wohnung. Das Gerät sitzt dann innerhalb der Wohnung, etwa in Küche, Bad oder Flur, und die Anzeige ist gut erreichbar. Auch hier gilt: Verkleidung geschlossen lassen, Anzeige notieren, einmal entstören.

  • Für den Anruf sind die Etage, die Art der Heizung und die Frage nach Miete oder Eigentum hilfreich. Der vermittelte Betrieb kann dann besser einschätzen, ob er die Wohnung, den Heizungsraum oder beides ansehen muss. Klären Sie nach Möglichkeit vorab, ob jemand die Haustür und den Zugang zum Keller öffnen kann.

Wo Sie die Arbeit dem Heizungsbetrieb überlassen

Alles, was über Regler, Notschalter, Manometer und eine einmalige Entstörung hinausgeht, ist Sache der Fachkraft.

Dazu zählen Brenner, Gasarmatur, Zündung, Wärmetauscher, Abgasweg und die Sicherheitseinrichtungen. Auch Elektrik an Pumpe und Steuerung sowie das Öffnen der Verkleidung gehören nicht in Laienhände, selbst wenn die Handgriffe einfach wirken.

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Fragen zu Heizung ausgefallen

  • Wie lange darf eine Wohnung ohne Heizung auskühlen?

    Das hängt von Dämmung, Außentemperatur und Raumgröße ab, eine feste Grenze gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Sie sich warm halten, Kinder und Ältere schützen und Wasserleitungen bei Frost im Blick behalten. Läuft die Anlage nach den einfachen Prüfungen nicht an, ist der Fachbetrieb gefragt.

  • Ist der rote Schalter an der Kellertür wirklich wichtig?

    Ja, er trennt die Heizungsanlage vom Strom und wird manchmal versehentlich ausgeschaltet, etwa beim Hantieren im Keller. Findet sich der Notschalter auf Aus, schalten Sie ihn einmal wieder ein. Startet die Anlage danach nicht, sollte eine Fachkraft sie ansehen.

  • Lässt sich die Anlage ohne Fachkraft wieder starten?

    Nur im Rahmen der einfachen Handgriffe: Regler, Notschalter, Manometer und eine einmalige Entstörung. Alles darüber hinaus, etwa am Brenner, an der Gaszufuhr oder am Abgasweg, bleibt dem Fachbetrieb überlassen. Schon kleine Eingriffe können Gefahr bedeuten.

  • Warum sollte ich die Anzeige am Display fotografieren?

    Die Anzeige gibt dem Fachbetrieb oft den ersten Hinweis auf die Art der Störung, noch bevor er die Anlage sieht. Ein Foto ist genauer als eine Beschreibung aus dem Gedächtnis und lässt sich beim Telefonat schnell weitergeben.

  • Was gilt bei einer zentralen Heizung im Mehrfamilienhaus?

    Fällt die Zentralheizung im Keller aus, sind meist mehrere Wohnungen betroffen. Informieren Sie lieber die Hausverwaltung oder den Vermieter, damit nicht jeder Bewohner einzeln handeln muss. Eine Fachkraft sieht dann den Heizungsraum an, nicht jede einzelne Wohnung.

Heizung ausgefallen in den Städten des Rheinlands

Heizungsnotdienst für das Rheinland.

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