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Störungen verstehen

Heizungsdruck am Manometer ablesen

Das Manometer an der Heizungsanlage zeigt in bar, wie viel Druck im Heizkreis steht. In einem Einfamilienhaus liegt der Wert meist zwischen etwa 1 und 2 bar. Welcher Bereich genau gilt, steht auf dem Gerät selbst. Ein Blick darauf klärt oft schon, warum Heizkörper kalt bleiben.

Manometer und Füllhahn an der Unterseite einer Gastherme – Heizungsdruck am Manometer ablesen

Der Sitz des Manometers und sein Aussehen

Das Manometer ist ein kleines Rundinstrument mit Zeiger und Skala.

Bei Wandgeräten sitzt es meist unten am Gerät oder im Bedienfeld der Therme, bei Standkesseln seitlich oder an der Front. Manche Anlagen besitzen statt des Zeigers eine digitale Anzeige im Display. Dann steht der Druck als Zahl mit der Einheit bar dort, oft in einem Untermenü.

Was ein normaler Druck bedeutet

Der Sollwert hängt von der Höhe des Gebäudes und vom Ausdehnungsgefäß ab.

Ein Richtwert für ein kleines Haus liegt bei 1 bis 2 bar, größere Anlagen im Mehrfamilienhaus brauchen meist mehr. Entscheidend ist die Angabe an Ihrer Anlage oder in der Bedienungsanleitung. Der Druck verändert sich außerdem mit der Wassertemperatur, was jede Anlage zeigt, bei laufender Heizung steht der Zeiger etwas höher als bei kalter Anlage.

Finger drückt eine Taste am Bedienfeld einer Gastherme – Was ein normaler Druck bedeutet

Zu wenig Druck und wie Sie vorgehen

Sinkt der Druck unter die Sollmarke, kann Heizungswasser nachgefüllt werden. Das geschieht über den Füllhahn mit dem dafür vorgesehenen Schlauch, genau nach der Bedienungsanleitung. Wer die Handgriffe nicht kennt oder unsicher bleibt, wartet besser auf den Fachbetrieb.
Wichtiger als das Nachfüllen ist die Frage, wohin das Wasser verschwunden ist. Nach dem Entlüften eines Heizkörpers fällt der Druck erklärlich ab, weil mit der Luft auch Wasser entweicht. Sinkt der Zeiger ohne erkennbaren Grund immer wieder, liegt ein Leck oder ein Defekt am Ausdehnungsgefäß nahe. Dann hilft nur die Prüfung durch Fachleute.

Zu viel Druck oder ein tropfendes Ventil

Steigt der Zeiger weit über den Sollwert, steht oft ein Fehler am Ausdehnungsgefäß oder am Füllventil dahinter. Das Sicherheitsventil öffnet dann und lässt Wasser ab, meist über ein Rohr in einen Ablauf. Berühren oder verstellen Sie das Ventil nicht. Es schützt die Anlage vor Überdruck und darf nicht überbrückt oder blockiert werden.

Kurz zum Mitnehmen

  • Angezeigt wird der Heizkreisdruck in bar; den Sollwert nennen die Angaben an der Anlage und die Bedienungsanleitung.
  • Als grober Richtwert für ein kleines Haus gelten etwa 1 bis 2 bar; bei größeren Gebäuden liegt der Wert meist höher.
  • Vergleichen Sie den Stand am besten bei kalter Anlage, denn warmes Wasser lässt den Zeiger leicht ansteigen.
  • Wasser fließt nur nach, wenn die Anleitung es vorsieht und der passende Füllschlauch verwendet wird, ohne Werkzeug am Gerät.
  • Fällt der Druck wiederholt oder steigt er stark, bleibt das Sicherheitsventil unberührt und die Anlage wird vom Fachbetrieb angesehen.

Kurz gefragt

  • Wie viel bar sollte die Heizung haben?

    Für ein Einfamilienhaus liegt der Richtwert meist zwischen etwa 1 und 2 bar. Der genaue Wert hängt von Gebäudehöhe und Anlage ab und steht an der Anlage selbst oder in der Bedienungsanleitung. Bei Mehrfamilienhäusern darf er höher ausfallen.

  • Warum steigt der Druck bei laufender Heizung?

    Warmes Wasser dehnt sich aus und drückt stärker auf das Ausdehnungsgefäß. Deshalb zeigt das Manometer bei Betrieb einen etwas höheren Wert als bei kalter Anlage. Ein kleiner Anstieg ist normal. Springt der Zeiger in den roten Bereich, stimmt etwas an der Anlage nicht.

  • Darf ich selbst Wasser nachfüllen?

    Ja, sofern die Bedienungsanleitung Ihrer Anlage es vorsieht und Sie den vorgesehenen Füllschlauch verwenden. Gehen Sie langsam vor und beobachten Sie den Zeiger. Bei Zweifeln oder wenn der Druck gleich wieder abfällt, sollte der Fachbetrieb die Anlage ansehen.

Kurz prüfen, dann anrufen.

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