Erst schauen, dann handeln
Eine Störungsanzeige wirkt zunächst beunruhigend, ist aber vor allem eine Information.
Das Gerät meldet damit, dass es sich zum Schutz abgeschaltet hat oder eine Betriebsgröße außerhalb des Bereichs liegt. Lesen Sie ab, was auf dem Display steht, und schreiben Sie Zahl und Buchstaben genau auf. Ein Foto ist am zuverlässigsten, weil Sie später keine Ziffer verwechseln. Fotografieren Sie auch das Typschild, falls es gut erreichbar ist, denn Gerätetyp und Anzeige gehören zusammen.
Einmal entstören ist erlaubt
- Die meisten Geräte besitzen eine Entstörtaste.
- Drücken Sie sie so lange, wie die Bedienungsanleitung es angibt, meist einige Sekunden. Das Gerät startet dann einen neuen Zündversuch oder prüft die Betriebswerte erneut. Manche Störungen, die nur einmal aufgetreten sind, etwa durch kurzzeitigen Luftmangel im Kreis oder einen Spannungsabfall im Stromnetz, verschwinden dadurch von allein.
- Es bleibt bei einem einzigen Versuch.
- Wiederholtes Entstören belastet die Zündung und verdeckt, dass die Ursache nicht behoben ist. Springt die Therme nach dem Reset sofort oder nach kurzer Zeit wieder auf Störung, lassen Sie es gut sein. Notieren Sie, wann sie ausgefallen ist und ob Geräusche oder Gerüche auftraten.

Was die Anzeige bedeuten kann
Hinter einer Meldung können sehr unterschiedliche Dinge stecken. Denkbar sind Wassermangel im Heizkreis, eine Flamme, die nicht zündet, ein verschmutzter Fühler, eine blockierte Abgasführung oder eine Pumpe, die nicht anläuft. Welche Ursache vorliegt, lässt sich ohne Messgerät nicht sicher sagen. Auch die gleiche Zahl kann bei zwei Geräten etwas anderes bedeuten.
Wann es ernst wird
Bei Gasgeruch in Wohnung oder Keller zählt nur ein fester Ablauf. Drinnen bleiben Lichtschalter, Klingel und Telefon unberührt, und es gibt keine Flamme. Fenster und Türen gehen auf, der Gashahn wird zugedreht, sofern das gefahrlos geht, die Mitbewohner werden gewarnt, dann geht es nach draußen. Von dort geht der Anruf an die Störungsstelle des Gasnetzbetreibers oder an die 112.
Erst danach geht es um die Heizung. Ohne Gasgeruch ruft man bei Dauerstörung den Heizungsnotdienst an und nennt Standort, Gerätetyp, Anzeige und Etage sowie ob es sich um Miete oder Eigentum handelt. Ein Fachbetrieb aus der Region wird vermittelt, wenn die Gastherme dauerhaft gestört bleibt.
Das bleibt hängen
- Notieren oder fotografieren Sie die Anzeige im Display, bevor Sie irgendetwas an der Therme drücken oder verändern.
- Prüfen Sie den Heizungsnotschalter, das Manometer und die Thermostate, mehr gehört nicht in Laienhand.
- Entstören Sie das Gerät höchstens einmal über die vorgesehene Taste und warten Sie ab, ob es normal läuft.
- Öffnen Sie keine Verkleidung und greifen Sie nicht an Gaszufuhr, Brenner oder Abgasweg.
- Bei Gasgeruch zählt allein die feste Reihenfolge von Lüften, Hinausgehen und Notruf aus dem Freien.
Kurz gefragt
Wie oft darf ich eine Therme entstören?
Einmal genügt. Die Entstörtaste dient dazu, eine einmalige Abschaltung zu quittieren. Geht das Gerät danach erneut auf Störung, liegt ein Fehler vor, der sich nicht von selbst löst. Weitere Versuche belasten die Zündung und sollten unterbleiben, bis eine Fachkraft das Gerät angesehen hat.
Brauche ich die Fehlernummer für den Anruf?
Nützlich ist sie in jedem Fall. Die Fachkraft kann aus der Anzeige in Verbindung mit dem Gerätetyp meist abschätzen, welche Teile betroffen sind. Notieren Sie auch Typschild und Alter des Geräts, sofern bekannt, und halten Sie die Angaben zum Anruf bereit.
Kann ich die Therme unbeaufsichtigt weiterlaufen lassen?
Bei einer einmaligen Störung, die sich entstören ließ und nicht wiederkehrt, ja. Zeigt sich die Meldung wiederholt, stellen Sie die Anlage am Notschalter ab und lassen Sie sie prüfen. Bei Geruch nach Gas oder Abgas gelten die Sicherheitsregeln, also Fenster auf und ins Freie.
