So arbeitet die Therme in der Wohnung
- In vielen Altbauten hat jede Wohnung ihren eigenen Wärmeerzeuger.
- Die Therme hängt an der Wand, wird mit Gas gespeist und heizt das Wasser für die Heizkörper. In den meisten Fällen übernimmt dasselbe Gerät auch die Warmwasserbereitung. Es handelt sich dann um eine Kombitherme, die je nach Bedarf zwischen Heizen und Duschwasser wechselt.
- Abgase werden über einen Schacht oder ein Rohr ins Freie geführt, die Verbrennungsluft kommt je nach Bauart aus dem Raum oder ebenfalls von außen. Diese Besonderheiten machen die Anlage empfindlich für Störungen. Wer im Altbau Fugen abdichtet oder Lüftungsöffnungen verschließt, verändert die Luftzufuhr. Schon ein verschlossener Lüftungsspalt, ein verschmutzter Wärmetauscher oder ein zu niedriger Druck können dazu führen, dass die Therme abschaltet und die Wohnung auskühlt.
Typische Störungen und ihre Hinweise
Wird nur das Warmwasser kalt, aber die Heizung bleibt warm, liegt die Ursache oft im Umschaltventil oder im Plattenwärmetauscher. Bleiben dagegen die Heizkörper kalt, obwohl das Warmwasser funktioniert, kommt eine blockierte Pumpe oder ein verstopfter Heizkreis infrage. Beide Bilder sind für Laien erkennbar, die Ursache aber nicht. Es hilft, zu notieren, welches Bild vorliegt, weil der Betrieb daraus erste Schlüsse ziehen kann.

Was Bewohner selbst prüfen dürfen
Bewohner dürfen einen Blick auf Thermostate und Raumregler, auf die Uhrzeit am Regler und auf den Druck am Manometer werfen. Liegt der Druck unter dem Wert, der in der Bedienungsanleitung steht, ist ein Hinweis auf die Anlage gegeben. Nachfüllen darf nur, wer die Anleitung zur Hand hat und mit dem vorgesehenen Füllschlauch arbeitet.
Eine Störung darf höchstens einmal über die vorgesehene Taste entriegelt werden. Läuft die Therme danach nicht dauerhaft, bleibt sie aus. Die Verkleidung wird nicht abgenommen, an Gasarmatur, Abgasrohr und Zündung wird nicht gearbeitet. Wer eine Verpuffung, Rußspuren oder einen stechenden Geruch wahrnimmt, lüftet und verlässt die Wohnung. Kohlenmonoxid bleibt ohne Geruch unbemerkt, deshalb ist ein Kohlenmonoxid-Melder ein sinnvoller Zusatzschutz.
Wenn der Fachbetrieb gebraucht wird
Spätestens wenn die Therme nach einer einmaligen Entstörung wieder abschaltet, ist der Fachbetrieb gefragt.
Er liest die Fehlerspeicher aus, prüft Druck, Pumpe, Ventile und Wärmetauscher und stellt die Anlage anschließend wieder ein. Auch der Austausch einzelner Bauteile gehört dazu. Abgasführung und Dichtheit der Gasleitungen werden dabei ebenfalls berücksichtigt.
Kompakt für den Altbau
- Bei der Gasetagenheizung versorgt eine Therme eine einzelne Wohnung, oft mit Warmwasser.
- Thermostat, Regler, Uhrzeit und Druck am Manometer sind die Dinge, die Bewohner prüfen dürfen.
- Die Entstörtaste wird höchstens einmal gedrückt, danach bleibt die Therme aus.
- Verkleidung, Gasarmatur, Abgasweg und Zündung werden von Laien nicht angefasst.
- Bei Rußspuren oder Abgasgeruch lüften und die Wohnung verlassen. Bei Gasgeruch bleiben Schalter, Klingel und Telefon im Haus unberührt, offenes Feuer ist tabu, Fenster werden geöffnet; wenn gefahrlos möglich, wird der Gashahn geschlossen. Dann Mitbewohner warnen, nach draußen gehen und von dort den Notruf wählen.
Kurz gefragt
Was unterscheidet eine Gasetagenheizung von Zentralheizung?
Die Etagenheizung versorgt nur eine Wohnung mit einer eigenen Therme, die Zentralheizung das ganze Haus von einem Heizraum aus. Bei der Etagenheizung hängt die Wärme der Wohnung an einem einzigen Gerät. Fällt dieses eine Gerät aus, wird es in der Wohnung kalt, obwohl woanders im Haus geheizt wird. Der Ausfall betrifft meist nur die eigene Wohnung.
Darf ich die Therme öffnen, um die Ursache zu finden?
Die Verkleidung der Therme bleibt geschlossen. Dahinter liegen Gasarmatur, Brenner, Zündung und Abgasweg, an denen nur Fachkräfte arbeiten. Für Bewohner bleiben das Ablesen der Anzeige, das Prüfen des Drucks und höchstens ein einmaliges Entstören über die vorgesehene Taste.
Warum schaltet die Therme immer wieder ab?
Mögliche Gründe sind zu niedriger Druck, ein verschmutzter Wärmetauscher, eine blockierte Abgasführung oder ein Fehler am Zündgerät. Welche Ursache vorliegt, kann nur die Fachkraft messen. Notieren Sie die Meldung und das Verhalten der Anlage, das erleichtert die Einordnung.
