Woran Sie einen leeren Tank erkennen
- Der erste Hinweis ist meist kein Geräusch, sondern Stille: Die Heizkörper bleiben lauwarm, im Heizungskeller summt nichts mehr. Am Brenner leuchtet dann eine Störungstaste, manchmal rot, manchmal blinkend. Schauen Sie zuerst auf das Display oder die Leuchte und halten Sie fest, was angezeigt wird. Das Anzeigebild erlaubt dem Betrieb eine erste Beurteilung. Auch der Anlagendruck gehört zu den Angaben; was der Heizungsdruck am Manometer zeigt, vergleichen Sie mit dem Sollwert aus der Bedienungsanleitung.
- Prüfen Sie dann den Füllstand am Tank.
- Je nach Anlage gibt es eine Peilstab-Markierung, eine Anzeige an der Tankwand oder ein Messgerät am Rand des Tanks. Sehen Sie nur eine Handbreit Restöl oder gar nichts mehr, ist die Lage klar. Wichtig: Der Tank darf nur angesehen, nicht geöffnet oder umgeschüttet werden. Heizöl gehört nicht in Kanister, Eimer oder andere Behälter aus dem Haushalt.
Was Sie selbst tun dürfen
Ihr Anteil ist klein, aber nützlich. Notieren Sie den Füllstand, fotografieren Sie die Anzeige am Brenner und prüfen Sie, ob der Heizungsnotschalter an der Kellertür noch auf „Ein“ steht. Ist die Störungstaste am Brenner vorgesehen, dürfen Sie sie genau einmal drücken. Läuft der Brenner nach dem Entriegeln kurz an und fällt wieder aus, gehört die Sache in Fachhände.

Warum nach dem Auffüllen oft noch nichts läuft
Wird nach dem Leerfahren neu geliefert, ist der Tank zwar voll, die Leitung zum Brenner aber nicht. Die Ölpumpe saugt dann zunächst Luft, und aus Luft lässt sich keine Flamme machen. Solange die Leitung nicht vollständig mit Öl gefüllt ist, bleibt der Brenner in der Störung stehen.
Hinzu kommt der Bodensatz. Wer den Tank bis auf den letzten Rest leer fährt, saugt gelegentlich Schlamm vom Tankboden in den Filter. Der Filter setzt sich zu, die Düse bekommt zu wenig Öl und der Brenner stottert. Deshalb ist es sinnvoll, den Tank gar nicht erst leer zu fahren und rechtzeitig nachzubestellen, solange noch ein Rest im Tank steht.
Was der Fachbetrieb am Brenner erledigt
Die Fachkraft entlüftet die Ölleitung an der Pumpe, tauscht bei Bedarf den Ölfilter und startet den Brenner kontrolliert. Danach beobachtet sie die Flamme, prüft die Einstellung und liest die Messwerte aus. Erst wenn der Brenner mehrmals sauber zündet und die Anlage Wärme liefert, ist die Arbeit erledigt. Die Abrechnung erfolgt direkt mit dem Betrieb.
Bei einer Störung der Ölheizung helfen am Telefon bestimmte Angaben weiter. Dazu gehören der Standort, die Art der Anlage, das Anzeigebild am Brenner und der geschätzte Tankstand. Wer bei einem Mehrfamilienhaus anruft, nennt außerdem die Etage und ob die Anlage zentral betrieben wird. Das erleichtert die Auswahl des passenden Betriebs aus der Region, den wir vermitteln.
Das sollten Sie sich merken
- Füllstand nur ablesen, den Tank nie öffnen und kein Heizöl selbst in Behälter umfüllen.
- Die Entstörtaste am Brenner darf genau einmal gedrückt werden, danach ist der Fachbetrieb gefragt.
- Ist der Tank leergefahren, bleibt Luft in der Ölleitung zurück; sicher entlüften kann sie nur der Fachbetrieb.
- Anzeige am Brenner und Füllstand notieren oder fotografieren, das spart beim Anruf viele Rückfragen.
- Einen Rest im Tank lassen und rechtzeitig nachbestellen verhindert Bodensatz im Filter und Störungen am Brenner.
Kurz gefragt
Warum startet der Brenner nach der Lieferung nicht?
Die Ölleitung zwischen Tank und Brenner ist nach dem Leerfahren mit Luft gefüllt. Die Pumpe fördert dann kein Öl zur Düse, und es entsteht keine Flamme. Erst wenn die Leitung entlüftet ist und wieder Öl am Brenner ankommt, kann die Anlage zünden. Dieser Schritt gehört in die Hände eines Fachbetriebs.
Darf ich Heizöl aus dem Kanister in den Tank gießen?
Davon ist abzuraten. Heizöl im Haushalt zu lagern oder umzufüllen birgt Brand- und Umweltrisiken, und mit Resten aus alten Behältern gelangen Schmutz und Wasser in die Anlage. Nachfüllen sollte der Lieferant mit seinem Tankwagen, der das Öl sauber und gesichert in den Tank pumpt.
Wie oft darf ich den Brenner entstören?
Höchstens einmal. Die Entstörtaste ist für einen einzelnen Versuch gedacht, etwa nach einer kurzen Unterbrechung. Springt die Störung nach dem Entriegeln erneut an, steckt ein Fehler dahinter, den ein Laie nicht beheben kann. Weitere Startversuche belasten die Pumpe und verschlimmern oft nur die Lage.
