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Vorsorge und Wartung

Die Heizung vor der kalten Jahreszeit prüfen

Bevor die Heizperiode beginnt, hilft ein ruhiger Rundgang: Thermostate bewegen, Heizkörper abtasten, Druck am Manometer ablesen und den Brennstoff im Blick behalten. Diese Handgriffe sind einfach und gefahrlos. Alles darüber hinaus, vom Brenner bis zur Abgasführung, bleibt dem Fachbetrieb und dem Schornsteinfeger überlassen.

Hausbesitzerin sieht im Keller auf das Manometer der Heizung – Die Heizung vor der kalten Jahreszeit prüfen

Ein Rundgang durch die Wohnung

Beginnen Sie bei den Heizkörpern. Drehen Sie jedes Thermostat einmal ganz auf und wieder zu, damit der Stift im Ventil nicht festsitzt. Danach stellen Sie die Heizung auf eine mittlere Stufe und warten, bis sie warm wird. Tasten Sie jeden Heizkörper von oben nach unten ab. Bleibt eine Stelle kühl oder gluckert es, ist das ein Hinweis auf Luft im Heizkörper.

Druck, Luft und Brennstoff ansehen

Der Druck am Manometer sollte im Bereich liegen, den die Bedienungsanleitung nennt. Wie Sie den Heizungsdruck am Manometer ablesen, hängt von der Bauart ab: Mal markiert ein roter Zeiger den Sollwert, mal eine farbige Skala. Steht der Zeiger deutlich zu tief, halten Sie den Wert fest und ziehen einen Fachbetrieb hinzu, der nach der Ursache sieht. Ein Druckabfall ohne erkennbaren Grund deutet auf eine Undichtigkeit hin. Wasser ergänzen Sie nur, wenn die Bedienungsanleitung es vorsieht, und ausschließlich über den dafür gedachten Füllschlauch.

Ist die Anlage lange kalt gewesen, kann Luft in den Heizkörpern stecken. Das Entlüften der Heizkörper gehört darum zu den Handgriffen vor der Heizperiode. Bei einer Ölheizung schauen Sie zusätzlich auf den Tankstand und bestellen rechtzeitig nach, damit er nicht leer fällt. Bei einer Wärmepumpe räumen Sie Laub und Zweige vom Außengerät.

Fachkraft reinigt bei der Wartung einen Gas-Brennwertkessel – Druck, Luft und Brennstoff ansehen

Arbeiten an Brenner und Abgasweg

Alles, was den Brenner, den Wärmetauscher, die Zündung, die Gasarmatur und die Abgasführung betrifft, bleibt dem Fachbetrieb vorbehalten. Dazu zählen Sichtprüfung, Reinigung und Einstellung der Anlage. Auch ob die Verkleidung geöffnet werden muss, liegt bei der Fachkraft. Die Sichtprüfung zeigt Rußspuren, Wasserspuren, Korrosion und lockere Verbindungen, die von außen nicht zu erkennen sind. Für Laien gilt: Die Therme bleibt zu, der Ölbrenner ebenso.

Der Schornsteinfeger misst und prüft die Abgasanlage. Die Abgaswerte misst er bei laufendem Brenner; was der Schornsteinfeger an der Heizung darüber hinaus ansieht, hängt von der Anlage ab. Wer eine Prüfung der Anlage wünscht, wählt bei einer Heizungswartung die Rufnummer und bekommt einen Betrieb aus der Region genannt, der die Anlage durchsieht.

Probebetrieb und kleine Vorsorge

Schalten Sie die Heizung an einem milden Tag einmal an und lassen Sie sie über längere Zeit laufen. So fallen Störungen auf, bevor es kalt ist. Achten Sie auf Geräusche, auf die Anzeige und auf den Druck. Zeigt das Display eine Meldung, notieren Sie sie. Die Anlage wird dann nicht weiter betrieben, sondern vom Fachbetrieb angesehen.
Ein Blick in den Keller gehört ebenfalls dazu. Der Heizungsnotschalter sollte erreichbar sein, der Raum frei von Gerümpel und Lagerware. Wer in einer Mietwohnung lebt und keinen Zugang zum Heizungsraum hat, meldet Auffälligkeiten dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Auch die Gasetagenheizung im Altbau profitiert von einem Probelauf.

Checkliste in Kürze

  • Thermostate einmal ganz aufdrehen und zudrehen, damit die Ventilstifte beweglich bleiben.
  • Heizkörper abtasten und bei Gluckern oder kalten Stellen entlüften, danach den Druck am Manometer prüfen.
  • Raumregler auf Uhrzeit und Heizprogramm kontrollieren, nach einem Stromausfall besonders.
  • Öltank im Blick behalten und das Außengerät der Wärmepumpe von Laub und Zweigen befreien.
  • Brenner, Therme und Abgasweg bleiben geschlossen und werden vom Fachbetrieb oder Schornsteinfeger geprüft.

Kurz gefragt

  • Was kann ich vor der Heizperiode selbst prüfen?

    Sie können Thermostate bewegen, Heizkörper abtasten und entlüften, den Druck am Manometer ablesen und den Raumregler kontrollieren. Bei Öl schauen Sie auf den Tankstand, bei der Wärmepumpe auf freie Lüftung am Außengerät. Alles Weitere übernimmt der Fachbetrieb.

  • Wann ist ein Probelauf der Heizung sinnvoll?

    Am besten an einem milden Tag vor Beginn der Heizperiode. Dann bleibt Zeit, auf Meldungen, Geräusche oder kalte Heizkörper zu reagieren, ohne dass die Wohnung auskühlt. Läuft die Anlage ruhig und werden alle Heizkörper warm, ist die erste Prüfung bestanden.

  • Warum sollte ich Thermostate vor dem Heizen bewegen?

    Der Stift im Ventil sitzt über die warme Jahreszeit meist unbewegt und kann festkleben. Mehrfaches Auf- und Zudrehen löst leichte Verklemmungen, bevor sie zum Problem werden. Ein Heizkörper, der trotz offenem Thermostat kalt bleibt, wird dadurch früh erkannt.

Heizung aus? Dann zum Telefon greifen.

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